Schluss mit all den Diäten – Meine Lösung war eine Ernährungsumstellung

Hallo ihr Lieben,

das Thema oder besser gesagt das Problem,  worum es heute geht kennen vermutlich die Meisten von Euch: „Ich bin zu dick“, „Ich müsste mich eigentlich besser ernähren“ oder „Ich habe schon wieder zugenommen“. Diese Sätze habe ich sehr oft gesagt und ich habe sie oft von anderen gehört. Ich habe viele verschiedene Diäten und psychologische Tipps ausprobiert um mein Gewicht erstmals zu reduzieren und dann zu halten, doch vergebens. Ich habe mich oft
wochenlang gequält und versucht auf die leckersten Dinge zu verzichten, doch ich bin immer wieder rückfällig geworden und hatte die Kilos sofort wieder drauf. Mein Freund hat mir dann geraten, zu einer Ernährungsberaterin zu gehen. 

Im Sommer 2016 ging ich also mit meinem Freund zu der Ernährungsberaterin, die sich erstmal nur mit mir unterhielt, mich nach Krankheiten befragte und ein großes Blutbild von mir anfertigte. Ich leide nur an  Migräne mit Aura, bin aber sonst kerngesund. Es dauerte dann etwa eine Woche, bis mir die Ernährungsberaterin dann meinen persönlichen, auf meine Blutwerte abgestimmten Ernährungsplan aushändigte.

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Der Plan war kein richtiger Plan, sondern eher ein Heft. Darin war enthalten: ein Bericht über den aktuellen Zustand meines Körpers, ein Kapitel zur zweitägigen Einführungsphase, ein Kapitel zur Hauptphase, ein Kapitel zur Erhaltungsphase, und noch sehr viele weiter Informationen zu Lebensmitteln, Stoffwechsel, Sport etc., separate Blogposts folgen : )

Die Ernährungsumstellung war so aufgebaut, dass ich mich erstmal in die ganzen neuen Informationen einlesen sollte und so konsequent wie möglich anfangen sollte. Ich begann sie somit einen Tag nach meinem ersten Halbmarathon im August 2016. Nach zwei Tagen Einführungsphase. Ich sollte mich nur von Knäckebrot und Suppe ernähren und zudem eine Darmreinigung machen. Es ging jedenfalls gleich im Anschluss mit der Hauptphase weiter. Diese ging acht Wochen. In dieser Zeit habe ich mich so viel mit Lebensmitteln beschäftigt wie noch nie! Nicht, dass ich den ganzen Tag mit Kalorien zählen beschäftigt war, nein, ich habe ganz gezielt darauf geachtet, was in Lebensmitteln wie z.B. Brot enthalten ist . Ich sollte in den gesamten acht Wochen keine Getreide – Produkte, also keine Nudeln, kein Brot, auch keine Kartoffeln und keinen Reis essen. Erlaubt waren nur morgens Haferflocken, da diese ein sehr leichtes und gut verdauliches Getreide sind. Das war anfangs ziemlich hart und eine drastische Umstellung für jemanden wie mich, der  fast jeden Tag Brot gegessen hat.

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Doch nicht nur Getreide war gestrichen, sondern auch bestimmte Obst- ,Gemüse- und Fleischsorten. So durfte ich in den acht Wochen beispielsweise  keine Bananen, keine Orangen, keine Paprika, keine Radischen, kein Hühnerfleisch und keinen Lachs mehr essen. Anhand meines Blutbildes wurde ersichtlich, dass  mein Körper diese Lebensmittel nicht optimal verstoffwechseln kann.

Am Tag sollte ich zwei Liter trinken, aber auch nur Wasser oder Tee ohne Zucker natürlich. Um diese zwei Liter zu schaffen habe ich versucht mir das Trinken schmackhaft zu machen. Ich kaufte mir also eine Sportflasche, die hübsch aussah, nahm diese überall mit hin, trank, wenn mir langweilig war. Wenn ich das stille Leitungswasser mal nicht mehr sehen konnte, gab ich etwas Zitrone mit Minze und gefrorenen Himbeeren dazu (sehr erfrischend im Sommer!). Im Winter trank ich dann immer  Detox- Tee. Auch wenn ich mir manchmal einen Film ansah oder Hausaufgaben machte, stellte ich mir eine Tasse Tee auf den Tisch. Zudem regt Detox- Tee den Stoffwechsel an und schmeckt eigentlich nach nichts, obwohl er Brennessel- Tee und grünen Tee enthält. Mit kleinen Spielereien habe ich mich praktisch dazu bekommen jeden Tag tatsächlich zwei Liter zu trinken : )

Nach den acht Wochen kam dann die Erhaltungsphase. Diese geht solange wie man möchte. Optimal wäre es, wenn man sich dauerhaft an den Ernährungsplan hält. Es kamen in der Erhaltungsphase noch ein paar Lebensmittel dazu wie z.B. Wassermelone, Weintrauben und Radischen. Außerdem darf man nun an zwei Tagen der Woche essen was man möchte. Natürlich sollte man sich an diesen zwei Tagen nicht z.B. massenhaft Eis und unzählige Pizzen gönnen, aber ein Stück Schokolade oder eine Banane nach dem Training oder auch mal Nudeln zum Mittag sind nun erlaubt. Bestimmtes Getreide (auf den jeweiligen Körper abgestimmt) ist morgens und mittags erlaubt. Abends  sollte man generell Kohlenhydrate vermeiden, aber das ist ja eigentlich allgemein bekannt ; )

Mein Fazit dieser Ernährungsumstellung ist, dass es das beste war, was mir passieren konnte! Ich habe mich in den acht  Wochen wirklich sehr konsequent an den Ernährungsplan gehalten. Ich habe vielleicht in dieser Zeit ein kleines Stück Kuchen und einen Corny – Riegel gegessen und ich muss sagen, so schlimm war es eigentlich nicht. Mir ist durch diese Umstellung bewusst geworden, wie viel wir Menschen heutzutage essen und vor allem, wie oft auch aus Langeweile! Der Erste Schritt, um sich gesünder zu ernähren und Gewicht zu verlieren ist, ein gewisses Bewusstsein für Lebensmittel zu bekommen, einfach zu wissen was man isst, woher es kommt, was es mit meinem Körper macht und somit sich vielleicht auch ein bisschen bewusster und nachhaltiger zu ernähren.

Ich möchte niemanden dazu überreden genauso strickt wie ich eine Ernährungsumstellung durchzuführen. Ich kann es nur jedem ans Herz legen sich nach einem guten Ernährungsberater zu erkundigen und sich bei diesem dann über sein Programm zu informieren und eventuell auch diesen Weg zu gehen. Generell verzichtet man bei dieser Form von Abnehme auf nichts, das der Körper dringend benötigt! Ausnahme in der Hauptphase, jedoch nur für einen bestimmten Zeitraum und die Aufgabe der Hauptphase ist die Regeneration des Stoffwechsels.

Ich finde dieses Thema wirklich wahnsinnig interessant und ich lerne andauernd etwas neues dazu, daher seid mir bitte nicht böse, wenn ich etwas behauptet habe, dem ihr widersprecht. Es gibt so viele Meinungen und Behauptungen zu Diäten und gesunder Ernährung, aber dies ist meine Meinung und zu der stehe ich, nehme gern Kritik an. Also wenn ihr Tipps oder Hinweise für mich habt, schreibt mir diese gern!

Die Frühstücks – Idee, die ich euch in meinem letzten Blogpost vorgestellt habe, beinhaltet übrigens auch nur Lebensmittel meines Ernährungsplans. In Zukunft werden noch weitere Rezepte und Anregungen zum Thema gesunde Ernährung kommen. Also seid gespannt und bis zum nächsten Mal,

eure Anna : )

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