Der Blogpost über das Wiegen

Hallo ihr Lieben,

wenn es um das Abnehmen geht stellt sich meist als erstes die Frage, wie man den Gewichtsverlust über einen längeren Zeitraum feststellen kann. Einige sagen, man soll sich einfach im Spiegel ansehen, dann merkt man schon, dass man sein Körpergewicht reduziert und andere sagen, man soll sich jeden Tag wiegen. Die, die sich nur im Spiegel anschauen sind meist strikt dagegen sich auf die Waage zu stellen und die, die sich immer wiegen, haben meist das Gefühl die Kontrolle über ihr Gewicht zu verlieren, wenn sie es nicht mehr tuen.

Was soll man nun tun? Sich wiegen oder lieber nicht von der Zahl auf der Waage beeinflussen lassen?

Hier kommt meine Lösung des Problems….

Meine neuste Errungenschaft ist eine Waage, die mir nicht nur Auskunft über mein Gewicht gibt, sondern auch über meinen BMI-Wert, meinen Körperfettanteil, das Gewicht meiner Skelettmuskeln, mein viszerales Fett (dem Fett um die inneren Organe herum) und wie viel Kalorien ich pro Tag mindestens zu mir nehmen sollte wenn mein Körper sich nur in der Ruhephase befindet. Ich erkläre diese einzelnen Werte alle nochmal genauer. Aber auf jeden Fall ist es keine Waage, die mir einfach sagt wie viel ich wiege, nein, sie sagt mir auch, ob dieses Gewicht für mein Alter und für meine Größe angemessen ist. Natürlich weiß sie nichts über meine genetischen Veranlagungen, über mögliche Krankheiten, eine mögliche Schwangerschaft oder andere Faktoren, die mein Gewicht beeinflussen könnten. Jedoch bekommt  man eine gute Vorstellung davon, wie es im Inneren unseres Körpers aussieht und ob wir uns Sorgen machen müssen. Sollte euch die Waage bei der ersten Messung sehr schlechte Werte aufzeigen, empfehle ich euch natürlich einen Arzt aufzusuchen und ein großes Blutbild anzufordern, denn auf die Werte das Arztes könnt ihr euch auf jeden Fall verlassen und der Arzt kann euch vielleicht auch zusätzliche Medikamente verschreiben, die euch dabei helfen, die Werte wieder in den richtigen Bereich zu bekommen.

Sollten sich eure Werte bei der ersten Messung aber im normalen Bereich befinden und ihr möchtet euch nur innerhalb des normalen Bereichs etwas „verbessern“ und z.B. den Körperfettanteil reduzieren, dann ist die Waage eine sehr gute Möglichkeit um diese Fortschritte zu dokumentieren und zu beobachten.

Und so ermittelt die Waage die einzelnen Werte: Muskeln, Blutgefäße und Knochen haben einen höheren Wassergehalt, und können somit sehr gut Strom leiten. Körperfett hingegen nicht. Der Körperfettanteil wird also dadurch ermittelt, dass die Waage einen sehr schwachen elektrischen Impuls durch den Körper sendet. Sie bestimmt die Körperzusammensetzung über den elektrischen Widerstand, zusammen mit Größe, Gewicht, Alter und Geschlecht. Aber keine Angst, dieser elektrische Impuls ist so schwach, dass man ihn gar nicht bemerkt. Um Schwankungen des Wassergehaltes durch angesammeltes Wasser in bspw. den Beinen am Abend zu verhindern, wird auch ein Impuls durch die Handflächen in den Körper gesendet. Um weitere Ungenauigkeiten der Messung zu verhindern, empfehle ich euch, dass ihr euch direkt nach dem Aufstehen messt, bevor ihr etwas trinkt oder esst.

Nun zu den einzelnen Werten:

Der BMI gibt euch durch eine einfache Rechnung (BMI=Körpergewicht (kg) / Körpergröße (m) / Körpergröße (m)) das Verhältnis zwischen Gewicht und Körpergröße an. Die Körpergröße trägt man vorher in die Waage ein und das Gewicht wird natürlich durch die aktuelle Messung berechnet. Der BMI-Wert wird dann sofort nach der Messung angezeigt.

Unter dem Körperfettanteil versteht man den in Prozent ausgedrückten Anteil der Fettmasse des Körpers am Gesamtkörpergewicht. Dies wird berechnet, indem man die Körperfettmasse (kg) durch das Körpergewicht (kg) teilt und mal 100 multipliziert. Die Waage bestimmt dabei den Körperfettanteil mithilfe einer bioelektrischen Impedanzanalyse (also durch die Versendung von elektronischen Impulsen durch den Körper). Je nachdem wo im Körper das Fett angelagert ist, wird es als viszerales oder subkutanes Fett bezeichnet. Viszerales Fett ist dabei das, das sich um die inneren Organe herum befindet und das subkutane Fett das, welches sich unter der Haut anlagert. Letzteres ist somit das „böse“ Fett, welches bei extremer Ausprägung auch zu erhöhtem Druck auf das Herz führen kann. Aber nur in sehr extremen Fällen! Nur weil euer Körperfettanteil vielleicht ein wenig zu hoch ist, heißt das nicht gleich, dass ihr euch in Lebensgefahr befindet. Besprecht zu hohe Werte dennoch mit eurem Arzt. Erhöhte Werte des viszeralen Fettes weisen hingegen nicht auf Übergewicht, sondern auf Krankheiten wie Diabetes und Hyperlipidämie hin. Auch hier solltet ihr bei erhöhten Werten einen Arzt aufsuchen und nochmal von ihm die Blutwerte überprüfen lassen, um zu sehen, ob ihr wirklich an einer Krankheit leidet oder ob die erhöhten Werte mit anderen Einflüssen zutun haben.

 

Muskeln werden in zwei Typen aufgeteilt: Die Muskeln der inneren Organe (z.B. Herz) und die Skelettmuskeln. Die Muskelmasse der inneren Organe lässt sich nicht so leicht beeinflussen. Die der Skelettmuskeln jedoch schon. Durch Training und andere Aktivitäten können diese wachsen. Durch die Erhöhung der Skelettmuskeln bspw. der Armmuskeln, Bauchmuskeln oder Beinmuskeln verbraucht der Körper mehr Energie und das aktive Leben wird einfacher.

 

Und der letzte Wert, den uns die Waage gibt, ist der Ruhemetabolismus. Schwieriges Wort, aber es steckt etwas ganz einfaches dahinter. Unabhängig davon, wie viel ihr euch bewegt, benötigt euer Körper eine minimale Kalorienaufnahme, um die täglichen Körperfunktionen aufrechtzuerhalten.

Und was bringt es mir nun bei meiner Gewicht-Abnahmen all diese Werte zu kennen? Was ist wenn die Werte sich nicht verändern? Ist Wiegen besser als in den Spiegel schauen und so lange zu trainieren bis ich mit meinem Spiegelbild zufrieden bin?

Meine Meinung zum Thema Wiegen ist relativ simpel. Mach das womit Du dich am wohlsten fühlst. Probiere beides aus und schau womit du am besten zurecht kommst. Ich schaue oft in den Spiegel um mir einfach mal bewusst zu werden wie sich mein Training äußerlich auf meinen Körper auswirkt. Da ich aber Sport nicht nur mache um von außen fit auszusehen, stelle ich mich auch regelmäßig auf die Waage und notiere mir die Werte, die sie mir über meine „innere Fitness“ gibt. Ich möchte natürlich – so wie vermutlich jeder – einen möglichst niedrigen Körperfettanteil und einen möglichst hohen Muskelanteil erreichen. Und das tue ich, indem ich mich ausgewogen ernähre, also genügend Proteine, Kohlenhydrate und gesunde Fette zu mir nehme. Ich mache zusätzlich viel Ausdauer-Sport und gehe 3-4 Mal pro Woche ins Fitnessstudio um Muskeln aufzubauen. Natürlich gönne ich mir auch ab und zu mal etwas, aber ich merke auch, dass wenn ich kein Sport mache, dass sich das dann wieder auf meine innere Fitness auswirkt.

Ich kann euch nur auf den Weg geben, dass wenn man etwas möchte, man es auch erreichen wird. Abnehmen ist ein sehr langer Prozess, der mehr als nur ein paar Wochen dauert. Nur weil ihr mal eine Woche etwas weniger esst, wird sich euer Körperfettanteil nicht sofort reduzieren. Seid auch nicht enttäuscht, wenn sich eure Werte auch nach zwei Monaten nicht gravierend geändert haben, das wird kommen. Wenn es nach einigen Monaten noch immer keine Veränderungen gibt, dann überlegt woran das liegen könnte. Habt ihr viel Stress? Esst ihr zu unregelmäßig? Esst ihr Lebensmittel die ihr vielleicht nicht so gut vertragt? Habt ihr euch zu sehr unter Druck gesetzt? Denn das kann auch manchmal dazu führen das man zunimmt, da der Körper zu sehr unter psychischem Druck steht. Falls ihr schon einmal eine Diät gemacht haben solltet, kann es auch sein, dass der Köper sich nun schützen will, denn damals hat er nichts mehr zu Essen bekommen (was für den Körper von Natur aus eine Gefahr bedeutet) und möchte sich nun durch „Futter-Attacken“ vor der nächsten Diät „schützen“. Daher achtet darauf, das ihr beispielsweise eure normalen Essenszeiten einhaltet, esst wenn ihr Hunger habt (aber versucht viele Naschereien zwischendurch zu vermeiden und ersetzt diese lieber durch ordentliche Mahlzeiten, bestehend aus viel Gemüse und Reis oder Kartoffeln). Somit gebt ihr eurem Körper keine Signale der Futter-Not, sondern versorgt ihn mit Lebensmitteln die er benötigt um den Kreislauf am Laufen zu halten und eventuell noch so viel Energie zu haben um effektiv Sport zu machen.

Falls ihr noch Fragen haben solltet zum Thema Abnehmen, schreibt mir diese gerne in die Kommentare. Ansonsten hoffe ich, dass euch der Blogpost gefallen hat und ihr auch beim nächsten Mal wieder dabei seid,

eure Anna : ) 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.