Unser Sardinien Roadtrip

Buon giorno aus Sardinien,

die Zeit in Sardinien ging leider viel zu schnell rum. Wir hatten so unglaublich schöne Momente auf dieser Insel, die ich nun auch mit euch Teilen möchte. Ihr müsst wissen, dass es mir beim Reisen nicht auf die krassesten Hotels oder die teuersten Tagesausflüge ankommt, sondern viel mehr darum mit wem ich unterwegs bin, dass es uns gut geht und dass wir Spaß haben – ganz ohne Stress und Druck. Wir haben bestimmt einige tolle Dinge nicht gesehen, weil wir für diese große Insel einfach auch nicht genügend Zeit hatten, aber das was wir gesehen haben hat uns gefallen und damit sind wir glücklich, aber seht selbst : )

Fakten zu unserer Reise: 

Wir sind mit dem Auto nach Sardinien gefahren und haben dafür einen Tag gebraucht (wir sind am 09.09. losgefahren, haben über Nacht die Fähre genommen und sind dann am nächsten Morgen um 7:00 Uhr auf Sardinien angekommen).

Wir waren dann genau 10 Tage auf der Insel und sind überall mit dem Auto hingefahren.

Wir haben immer in Airbnbs und einmal auch in einem Mobile Home gewohnt.

Wir haben meistens in Supermärkten eingekauft und dann in der Küche unserer Unterkunft gekocht.

Wir sind insgesamt 1700 Kilometer mit dem Auto gefahren.

Haben 9 Stunden auf Fähren verbracht.

Sind 210 Kilometer mit dem Rennrad gefahren.

Haben 795 Kaffee getrunken, haha.

Nun zu unserer Reise selbst 

Nach unserer Ankunft mit der Fähre im Golfo Aranci sind wir erstmal nach Posada gefahren, einem kleinen Ort, der zur Hauptsaison sicher gefüllt von Touristen ist, um dort ins Meer zu springen und zu frühstücken. Bereits hier waren wir von dem kristallklaren Wasser und den sauberen Stränden der Insel begeistert. Wir hatten wirklich Glück mit dem Wetter und es blieb die meiste Zeit wolkenfrei und heiß.

Nach unserer kleinen Badepause sind wir dann zu unserer ersten Unterkunft nach Cala Conone gefahren. In diesem Ort drehte sich quasi alles um Bootstouren und Bootsverleih. Auch Patrick und ich haben uns hier einen kleinen Traum erfüllt und haben uns für einen Tag ein 40 ps Schlauchboot gemietet. Wir durften dann acht Stunden mit dem Boot machen was wir wollten und das haben wir natürlich ausgenutzt. Wir sind den ganzen Tag dann entlang der Buchten und Strände gefahren – mal schnell, mal langsam und machmal haben wir natürlich auch angehalten und sind baden gegangen. Zwischendurch haben wir uns dann mal ein paar Snacks gegönnt die wir uns mitgenommen haben und ansonsten haben wir das Meeresrauschen und die Sonne genossen.

Wenn ihr mal nach Sardinien kommen solltet kann ich euch wirklich nur ans Herz legen mal ein Boot zu mieten. Für ein 40 ps – Boot braucht mal nicht einmal einen Führerschein und zu zweit oder auch mit mehreren Leute ist das gar nicht so teurer und es ist auf jeden Fall ein Erlebnis das man nicht vergisst.

Unser nächstes Reiseziel war dann Maristella. Ein kleines Dorf in der Nähe von Alghero. Hier lebten wir ein bei einem süßen, etwas älteren Pärchen im hinteren Teil ihres Hauses. Von der Unterkunft aus haben wir dann meistens unsere Tagestouren gemacht.

Am ersten Tag haben wir eine kleine Radtour zum Cappo Cacia gemacht. Mehr zu unseren Radtouren kommt übrigens noch in einem gesonderten Blogpost : )

Am zweiten Tag waren wir erst eine Runde joggen und sind dann erst nach Fertilla und dann weiter nach Alghero gefahren. Fertilla hatte einen sehr schönen Strand und auch eine sehr coole Strandbar.

In Alghero sind wir dann zu Fuß durch die Stadt gelaufen und nachdem wir nun seid schon ein paar Tagen nur kleine Dörfer gesehen haben, war es plötzlich komisch mal wieder in einer etwas größeren Stadt zu sein. Man freute sich plötzlich über einen Lidl und amüsierte sich über eine Autowerkstatt. Da sah man mal wieder wie verwöhnt wir Stadtmenschen sind und wie bewundernswert es ist, dass es noch Menschen gibt, die mit dem minimalsten an Infrastruktur auskommen. Aber genug von den tiefgründigen Gedanken – zurück zu Alghero!

Die Stadt hat mir unglaublich gut gefallen! Sie liegt direkt am Meer, hat einen kleinen Hafen (wie so gut wie alle größeren Städte hier in Italien) und eine kleines Stadtzentrum, welches sich durch viele schmale Gassen auszeichnet. In den Gassen findet ihr dann haufenweise Eisdielen, Souvenier-Shops und andere kleine Läden. Auch ganz viel Handmade-Zeugs, welches ich am liebsten alles gekauft hätte, nur musste ich leider an den geringen Platz im Auto denken : /

In Alghero findet man übrigens auch viele schöne Weinläden, in denen man sehr gut Wein probieren kann und auch zu guten Preisen kaufen kann (auf einem richtigen Weingut ist es natürlich nochmal besser, aber dazu später mehr).

Und man findet hier immer mal wieder diese lustigen Süßigkeitenläden die aussehen wie bei Alice im Wunderland : D

Am Abend sind wir dann entlang der Promenade spazieren gegangen und haben dort auch gegessen. Und natürlich durfte ein Eis danach nicht fehlen ; )

Am nächsten Tag fuhren wir dann wieder Rad und nach der Radtour verbrachten wir den Rest des Nachmittags am Strand unseres Dorfes.

Am darauf folgenden Tag fuhren wir erneut zum Cappo Caccia, allerdings diesmal mit dem Auto und diesmal um eine Grotten-Tour zu machen. Diese war sehr cool, aber auch sehr anstrengend, denn man musste um überhaupt zur Grotte zu gelangen 654 Stufen hinunterlaufen und auch wieder hoch. Aber auch das hat sich definitiv gelohnt, denn ich war noch nie zuvor in einer Grotte und fand es daher extrem spannend diese alten Stalaktiten zu sehen und sich vorzustellen, dass diese bereits 2 Millionen Jahre alt sind!

Dreimal dürft ihr raten was wir danach gemacht haben… richtig – wir sind zurück zu unserem Strand ; )

An unserem letzten Tag in Maristella ging es für uns dann nochmal auf die Rennräder und noch ein letztes Mal zum Strand.

Auf unserem weiteren Weg machten wir noch einen Stop beim Capo Testa. Die Halbinsel liegt im Norden Sardiniens und ist meiner Meinung nach einer der coolsten Orte die ich je gesehen habe! Die Landschaft besteht hauptsächlich aus hellen Steinen, die alle ganz sonderbar geformt sind und mich irgendwie an Dinos erinnern 😀 Man kann überall herumklettern und hat von jedem höheren Stein eine atemberaubende Aussicht auf das Meer. In der Mitte der Halbinsel ist ein Aussichtspunkt den man erklettern kann und das sollte man auch tun, denn wenn man nicht gerade Höhenangst hat, ist es einfach nur schön dort oben!

 

Um die Halbinsel herum gibt es ein paar versteckte Stände zu denen man auch wieder – wer hätte es gedacht – runterklettern muss. Festes Schuhwerk ist zu empfehlen, sonst dauert es halt nur sehr lange bis man am Strand angekommen ist. Wenn man Glück hat, findet man einen Strand an dem nicht so viele Menschen sind, wir waren leider nicht ganz alleine, was aber auch nicht schlimm war. Wir haben den Blick auf die Halbinsel trotzdem genossen.

Am nächsten Tag war eigentlich eine Bootstour zur Insel La Maddelena geplant, jedoch hat uns an diesem Tag leider das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Deshalb haben wir an diesem Tag etwas umgeplant und sich zu einem Weingut gefahren um dort ein Wein-Testing zu machen. Und das war ein sehr cooler Plan B!

Das Weingut Surrau war sehr modern und hatte wirklich guten Wein. Dazu gab es dann hausgemachte Brot, Oliven, Käse und wenn man wollte auch noch Schinken. Wir blieben jedoch bei Brot, Oliven und Käse ; )

 

 

Nach unserem Wein-Tasting sind wir dann noch in das kleine Städtchen Porto Cervo gefahren, welches hauptsächlich von Yachtbesitzern angesteuert wird als Zwischenstation. Es gibt demnach einen schönen Hafen zwischen ein paar Läden und Restaurants und Bars. Man kann hier ein paar schöne Stunden verbringen, ist aber kein Ort an dem man länger sein muss.

 

Auch an unserem letzen Tag auf Sardinien hatten wir leider nicht so Glück mit dem Wetter, sodass wir unsere Bootstour endgültig abschreiben mussten. Nach La Maddelena sind wir dann aber trotzdem (mit dem Auto) gefahren und haben dort den Nachmittag verbracht.

Leider waren wir an die Fähre gebunden und hatten nicht ewig Zeit. Daher mussten wir ein wenig über die Insel „rasen“ mit dem Auto um noch einiges sehen zu können. An den ein oder anderen Spots wäre ich gerne noch länger geblieben oder hätte auch gerne mal noch eine Wanderung gemacht. Hier ein paar Eindrücke. La Maddelena sollte man auf jeden Fall mal gesehen haben wenn man auf Sardinien ist und hier sollte man auch etwas mehr Zeit einplanen. Es lohnt sich wirklich!

Mit diesem wunderschönen Sonnenuntergang war dann unsere Zeit auf Sardinien leider schon vorbei. Die Insel hat uns wirklich beeindruckt. Ich habe noch nie vorher ein schöneres Meer oder schönere Strände gesehen und auch die Landschaft aus Bergen und Meer hat mir sehr gut gefallen. Es gab so viele Möglichkeiten Sport zu machen, baden zu gegen, gut Essen zu gehen oder durch kleine Städte zu schlendern. Ich kann Sardinien wirklich nur wärmstens weiterempfehlen und auch ich werde sicher nochmal zurück kommen!

Ich hoffe euch haben die Eindrücke aus meinem Urlaub gefallen. Verzeiht, dass sie jetzt erst so spät kamen und der Sommer quasi vorbei ist, aber vielleicht ist Sardinien ja euer nächstes Reiseziel und ihr könnt euch jetzt schonmal meine Tipps merken ; )

Es werden in den nächsten Wochen übrigens noch Blogposts über die Zeit auf Korsika kommen und ein Blogpost darüber wie wir auf die Idee kamen unsere Rennräder mit zu nehmen. Letzterer wird auch ein bisschen etwas damit zu tun haben, warum Sport mir so wichtig ist, was mich antreibt und woher ich meine Motivation nehme.

Falls ihr noch Fragen haben sollte, dann schriebt diese gerne in die Kommentare oder schreibt mir über Instagram. Dort heiße ich bienannaa.

Bis zum nächsten Mal,

eure Anna : )

 

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