Liebe dich selbst und die Kamera wird dich lieben

Hallo ihr Lieben,

inspiriert von der lieben Miriam Specht gibt es heute einen Blogbeitrag, den ihr auch auf ihrem Blog Miriamspecht.de finden werdet. Miriam ist eine super tolle Fotografin, die besonders auf die inneren Werte ihrer Models achtet. Sie pusht jeden der es benötigt und trainiert mit ihnen vor der Kamera. Ergänzend zu ihrem Shooting-Training hat sie mich gebeten einen Beitrag über Selbstliebe zu schreiben. Sie möchte, dass jeder an sich glaubt, sich so liebt wie er oder sie ist und das auch vor der Kamera verkörpert. Da ich auch lange gebraucht habe bis ich mich selbst gefunden habe, meinen Style entdeckte und wusste wie ich mich vor der Kamera positionieren kann, habe ich mich sehr gefreut, dass ich nun einen Anlass habe, euch auch mal von meiner Geschichte zu erzählen.

Ich wollte als junges Mädchen eigentlich immer lieber ein Junge sein. Ich hasste es mich zu schminken und hasste es sogar Tops zu tragen. Ich dachte immer, ich wäre nicht hübsch genug für ein Mädchen und hatte mich daher lieber als Junge gekleidet.

Doch dann kam ich in die Pubertät. Schaute die ersten YouTube Videos, kaufte mir die erste Schminke und Nagellacke und meine Umwelt gewöhnte sich langsam daran, dass die kleine  Anna kein Junge mehr sein wollte, sondern langsam zu einem Mädchen heranwuchs. Ich denke man wird nie aufhören sich zu verändern, da es immer wieder neue Trends gibt und auch unsere Umwelt – die Menschen die uns umgeben – immer wieder auf neue Ideen bringen und uns inspirieren. Heutzutage liebe ich es mich zu schminken, mich mal richtig hübsch zu machen mit Locken und Lippenstift und ich probiere immer wieder Neue Dinge aus, einfach weil mir das Spaß macht!

Dass mein Körper nicht perfekt ist – und es vermutlich nie sein wird – ist mir mittlerweile bewusst. Ich bewundere zwar trotzdem immer die wunderschönen Mädels auf Instagram mit ihren durchtrainierten Bäuchen und Beinen, ihren perfekten Gesichtern und scheinbar perfekten Leben, doch dann sehe ich mich wieder im Spiegel und sage mir, dass ich ein genauso tolles Leben habe und wahnsinnig glücklich über meine Entwicklung bin. Ich akzeptiere immer mehr meinen leichten Hüftspeck und meine muskulösen Beine und mein Becken, welches es mir quasi unmöglich machen ein „Gap between the legs“ zu erreichen. Ich trage dafür super gerne Röcke, die meine Beine betonen und meine Hüfte kaschieren. Ich habe in den letzten Jahren viel über meinen Körper gelernt. Ich weiß, wie ich bestimmte Zonen meines Körpers einfach besser in Szene setzten kann, dass ich auf Fotos den Kopf lieber etwas höher nehmen sollte, damit man mein vererbtes Doppelkinn nicht sieht, dass ich meine Schulten auf Bildern lieber ein wenig zurückziehen sollte, damit sie nicht zu breit aussehen, dass mein Kopf einfach schöner aussieht wenn er leicht abgeschrägt und nicht gerade ist.

All das hat lange gedauert und es gibt auch heute noch Tage, an denen all diese Tipps und Tricks nichts bringen und ich vor Unzufriedenheit einfach nur heulen würde, doch auch das gehört dazu und diese Momente hat jeder (!) mal, aber viel wichtiger sind die Momente, in denen ich mich richtig hübsch finde und genau an diese Momente versuche ich mich dann immer zu erinnern, damit ich wieder auf den Boden der Tatsachen komme und mich wieder lieben kann.

Und wenn auch du weißt, dass du ein paar Problemzönchen hast, dann lerne diese trotzdem zu lieben. Stelle dich vor den Spiegel und probier dich aus. Mache tausende Bilder mit den verschiedensten Posen, schau sie dir an, als wäre es eine andere Person auf dem Bild und zähle alle schönen Dinge an dieser Person auf. Bewundere deine eigene Schönheit. Sei nicht zu hart mit dir. Bewundere auch mal nur dein schönes rechtes Ohr oder deine schönen Augenbrauen. Es können auch Kleinigkeiten sein, die du trotzdem gekonnt in Szene setzen kannst. Jeder Mensch hat Schwächen, es kommt bloß darauf an, was man aus ihnen macht.

Alles Liebe,

eure Anna 🙂 

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