Madrid

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Hola!

wie ihr vielleicht auf Instagram mitbekommen habt, war ich am ersten Februar-Wochenende für einen Kurztrip in Madrid. Ich war dort mit meiner Fußballmannschaft und hatte eine sehr schöne Zeit – besonders nach der anstrengenden und langweiligen Klausurenphase. Ich dachte mir aber, ich zweige euch nicht nur Bilder auf Instagram, sondern erzähle euch noch etwas zu den Orten, an denen wir waren.

Tag eins

Beginnen wir mit unserer Unterkunft, unserem ersten Abend in Madrid und den ersten Eindrücken. Wir waren zehn Mädels, sind mit Ryanair von Nürnberg nach Madrid geflogen und hatten dort ein Airbnb im Voraus gebucht. Das Apartment war der Oberhammer(!) Es war ein Loft, mit drei Schlafzimmern, zwei Wohnzimmern, zwei Bädern, einer Küche und einem Essbereich. Das gesamte Loft war sehr modern und gemütlich eingerichtet – wir wären am liebsten für immer dort geblieben. Auch der Gastgeber war super nett und konnte uns gute Tipps für Restaurants geben.

Da das Airbnb direkt in der Innenstadt war, konnten wir sorglos durch die Straßen tiegern und uns etwas zu Essen suchen. Fündig wurden wir beim 17-Burger & Wine. Wir hatten hier einen sehr schönen Abend, der ein toller Start in das Wochenende war.

Tag zwei

Den zweiten Tag begannen wir mit einem Frühstück in unserem Airbnb.

Danach machten wir uns auf den Weg zu unserer bereits gebuchten Free-Walking-Tour. Treffpunkt war Puerta del Sol. Auch bei dieser Reise habe ich mal wieder nur gute Erfahrungen mit solchen Touren gemacht. Unser Guide konnte sehr gut Englisch, hat lustige Geschichten erzählt, kannte sich in der Bar- und Restaurantszene sehr gut aus, ist auf Fragen eingegangen und hat uns tolle Einblicke in Madrid und die Geschichte gewährt.

Der Platz ist heute der Treffpunkt der Spanier. Von hier aus geht man in die Bars, zum Shoppen, man macht hier Fotos oder man trifft sich einfach nur um Zeit miteinander zu verbringen. Doch das war nicht immer so. Noch vor einigen hundert Jahren war dieser Platz quasi der Abladeort der Fäkalien aus den umliegenden Wohnungen, da es noch keine richtigen Toiletten gab. Zu einer bestimmten Uhrzeit schrieen die Bewohner mit dem Eimer in der Hand „Agua va“ und schütteten dann ihren vollen Eimer aus dem Fenster. Der Ruf sollte verhindern, dass jemand untern auf der Straße etwas abbekommt. Eine eklige Vorstellung und kaum zu glauben, dass der Platz nun solch ein schöner Ort ist 😀

Auch um diesen kleinen Bären gibt es ein paar Geschichten. Wenn ich es richtig verstanden habe, gab es Proteste in der Stadt, weil man scheinbar die Genitalien des Bären nicht erkennt bzw. sie nicht vorhanden sind. Deshalb berühren heutzutage alle Touristen den kleinen Puschelschwanz des Bären, denn dadurch sollen Singles angeblich die Liebe ihres Lebens finden – na wenn das so einfach wäre 😀

 

Auch typisch Touri – den Nullpunkt von Madrid berühren. Eigentlich dient dieser Punkt nur der Bemessung der Strecke von Postfiliale zu Empfänger um den Preis der Briefmarke festlegen zu können, doch irgendwann entstand mal der Mythos, dass wenn man den Nullpunkt berührt, man immer wieder nach Madrid zurückkommen will und auch wird. Da wir tatsächlich sehr angetan von Madrid waren, haben wir den Punkt auch gerne mal berührt 😀

Auf dem Platz ist auch die älteste Konditorei der Stadt zu finden – La Mallorquina. 

Dann ging es weiter zu dem ältesten Hotel – Posada del Peine. Die Menschen zahlten hier vor einigen Jahren viel Geld um ein Zimmer zu bekommen, damit sie sich die Haare kämmen können, allerdings mit einer Bürste, die schon viele andere vor ihnen verwendet hatten.

Dann ging es weiter zum Plaza Mayor. Was heute ebenfalls ein beliebter Treffpunkt ist, hatte in der Vergangenheit mehrere verschiedene Funktionen. Zum einen war der Platz einst genutzt worden für den Verkauf von Obst, Gemüse, Brot oder ähnliches, dann wurde er zum Schauplatz von Hinrichtungen und Stierkämpfen und später nur noch für Veranstaltungen. Der Platz verfügt heute noch über einige Cafés, Restaurants, eine sehr alte Bäckerei und ein paar Souvenir-Shops.

Von dort aus ging es weiter zu dem ältesten Restaurant der Welt – dem Restaurante Sobrino de Botin. Es ist das einzige Restaurant auf der Welt, welches seit 300 Jahren dauerhaft geöffnet hat und niemals für längere Zeit geschlossen war. Damit ist es zwar nicht als erste Restaurant der Welt, aber eben das, das am längsten existiert.

Die Tour ging weiter entlang einer der vielen Markthallen in Madrid – dem Mercado de San Miguel. 

Da dieser jedoch sehr touristisch und überteuert ist, besuchten wir nach der Tour noch einen anderen Markt, nämlich den Mercado de la Cebadad.

Als wir dort waren, machten leider gerade die meisten Stände Siesta. Darauf solltet ihr in Spanien generell achten! Aber zu normalen Markt-Zeiten ist hier bestimmt viel los und es gibt bestimmt viele leckere Sachen.

Der nächste Stop war dann die Basílica San Francisco. Eine sehr moderne, wunderschöne apostolische Kirche.

Als nächstes durften wir dann sogar etwas typisch spanisches probieren. Der ein oder andere kennt vielleicht Amarula. Amarula wird aus den Früchten dieses Baumes gewonnen und schmeckt sehr lecker. Wir bekamen in einem kleinen Laden sogar eine Kostprobe. Wir mischten den Likör mit Sahne in einem Schoko-Becher. On-top war noch Marmelade, die ebenfalls aus den Früchten gemacht wurde.

Am Abend gingen wir dann noch Tapas essen und machten eine Pub-Crawl. Auch solche Unternehmungen kann ich euch nur empfehlen, wenn ihr mal in Madrid seid, denn Madrid hat viele coole Clubs und Bars! Im Sommer solltet ihr vor allem mal auf eine der vielen Rooftopbars gehen.

Und während wir so durch die Stadt gelaufen sind, habe ich immer wieder schöne Gebäude entdeckt und fotografiert. Ich kann euch leider nicht sagen wie diese Gebäude hießen, da es oftmals auch einfach Wohnungen waren, aber ich dachte mir, für einen ersten Einblick in Madrid sind auch diese Impressionen vielleicht ganz schön für euch : )

 

Tag 3

Und als Fußballmannschaft darf ein Besuch des Estadio Santiago Bernabéu von Real Madrid nicht fehlen. Wir machten einen Rundgang durch das gesamte Stadion inklusive Umkleidekabinen und Presseraum und besichtigten die historische Ausstellung. Es war sehr interessant mal hinter die Kulissen schauen zu können und ein wenig zu träumen ; )

 


Nach der Stadionbesichtigung ging es dann nur noch einmal zurück in die Unterkunft, Koffer holen und zum Flughafen.

Wir hatten eine sehr schöne Zeit zusammen in Madrid. Das Team hat sich besser kennengelernt, es ging mal nicht nur um den Fußball und auch  insgesamt war es ein sehr schöner Start in die Saison.

Da auch ich meinen Fuß auf den Nullpunkt von Madrid gesetzt habe, hoffe ich, dass ich ganz bald mal wieder nach Madrid komme, denn natürlich haben wir in zweieinhalb  Tagen bei weitem nicht alles von Madrid gesehen.

Wenn ihr noch Tipps oder Fragen zu Madrid habt, hinterlasst gerne ein Kommentar! Ich hoffe euch hat der Beitrag gefallen und ihr seid auch bei dem nächsten wieder mit dabei

Bis dahin,

eure Anna : )

 

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