Südafrika – Garden Route

Hallo Ihr Lieben und willkommen zum zweiten Teil unseres Südafrika Road Trips! Nach 6 Tagen Kapstadt lagen noch zwei Wochen Garden-Route vor uns. Was wir dabei alles erlebt und gesehen haben, seht ihr nun im folgenden Blogpost. Viel Spaß dabei!

Oudtshoorn

Von Kapstadt aus ging es nach Oudtshoorn – vorbei an Ronnies Sex Shop. Ein lustiger Stop, der ein wenig an Road Trips durch Amerika erinnert. Einen Halt auf jeden Fall wert und wer möchte, kann sich auch auf der Toilette verewigen oder auch seinen BH dalassen.

Oudtshoorn – eine Stadt, die mehr „Countryside“ bietet und umgeben von viele Straußenfarmen ist. Wir haben eine solche besucht und sind den Swartberg Pass entlang gefahren.
Den Besuch einer Straußenfarm kann ich jedem empfehlen, der das noch nie gemacht hat! Es gibt zweistündige Touren, bei denen man den Tieren näher kommen kann und viel über sie lernt. In Oudtshoorn gibt es außerdem viele Restaurants, die regionale Spezialitäten anbieten. Auch in den Supermärkten gibt es Straußenfleisch zu kaufen. Wer mag, kann das gerne ausprobieren. Da ich Vegetarierin bin habe ich diese Erfahrung ausgelassen.

Der Swartberg Pass ist eine gute Möglichkeit die Gegend Little Karoo etwas mehr zu erkunden. Der Pass ist 27 km lang verläuft von Oudtshoorn nach Prince Albert. Die Strecke ist nicht asphaltiert, sodass man mindestens zwei Stunden für die Strecke einplanen sollte. Prince Albert ist ein kleines Städtchen, in dem die Welt ein wenig stehen geblieben zu sein scheint. Es gibt ein paar nette Cafés, die einen Abstecher wert sind. Wer dann nicht den selben weg von Prince Albert zurück nach Oudtshoorn fahren möchte, kann alternativ den Meiringspoort Pass wählen.

Robberg & Plettenberg Bay

Von Oudtshoorn ging es dann für uns weiter nach Plettenberg Bay. Wir verbrachten hier eine Nacht und machten auf dem Weg dorthin eine Wanderung durch das Robberg Nature Reserve.

Die Wanderung durch das Robberg Nature Reserve hat sich mehr als gelohnt! Man wandert entlang der Klippen, mit dem Blick stets auf das Meer. Wenn man an den Klippen hinunterschaut kann man kleine schwarze Punkte im Wasser sehen – die Robben. Mit einem Fernglas hätte man sich deutlich besser sehen können – nun ja, wir wissen jetzt, was bei der nächsten Afrika-Reise nicht fehlen darf. Der Weg geht außerdem an einem traumhaften Strand entlang. Wenn man nicht zu spät losläuft, kann man noch eine weitere Insel begehen – andernfalls schneidet die Flut einem den Weg ab. Informiert euch also besser vorher bis wann man die Tour begonnen haben soll, um den Strand bei Ebbe zu erreichen.

Wir hatten uns übrigens für die lange Tour entschieden. Es gibt auch noch eine kürzere Route, doch das kann man auch nochmal alles genau auf der Internetseite nachlesen!

Nach der schönen Wanderung haben wir den Abend in Plettenberg verbracht. Wenn man etwas mehr Zeit hat kann man sicher noch einen Tag am Strand verbringen. Es ging dann für uns jedoch auch schon weiter zum Tsitsikamma National Park.

Tsitsikamma National Park

Das Auto abgestellt, Proviant eingepackt, Kamera an und los! Auch im Tsitsikamma National Park erwarteten und zwei wundervolle Wanderrouten durch die Natur – über Stock und Stein und durch Bäume hindurch. Wir entschieden uns zunächst für den Waterfall-Trail. Wie der Name schon sagt, führte dieser zu einem Wasserfall. Wer mag kann hier baden gehen oder es sich einfach auf einem Stein gemütlich machen und zur Rechten den Wasserfall beobachten oder zur Linken das rauschende Meer und die Wellen.

Der Waterfall-Trail ist der erste Abschnitt des Otter-Trails. Diese Route ist eine Mehr-Tages-Wanderung. Wir sind ein paar Wanderlustigen begegnet und so glücklich wie diese aussahen, hat man wirklich Lust auf mehr bekommen! Wer also wirklich mehr will, sollte sich mal über den Otter-Trail informieren!

Oder man macht es wie wir und hängt noch die Wanderung zum Storms River dran. Der Mouth Trail führt zu einer Hängebrücke, die über den Storms River führt. Wenn man diese überquert hat, gelangt man zu einer Bademöglichkeit oder man geht links (etwas versteckt) einen Weg hoch, der ziemlich steil aber nicht allzu lang ist und kommt oben bei einem atemberaubenden Aussichtspunkt an. Von hier sieht man einen Großteil des Tsitsikamma National Parks, viel Grün und natürlich wieder das Meer – ich hätte hier Stunden verbringen können!

Dies war die Route zum Wasserfall. Man läuft den Weg hin und wieder zurück,
es sei denn man geht den Otter-Trail weiter.
Dies war die Tour zum Storms River.

Man hat auch die Möglichkeit im Tsitsikamma National Park zu übernachten. Wir haben das leider nicht gemacht, würde es aber beim nächsten Mal auf jeden Fall tun! Man kann eine Hütte mieten oder mit dem Wohnwagen campen – direkt am Meer!

Jeffreys Bay

Dann folgten zwei Tage in Jeffreys Bayder Surfer Ort in Südafrika! Auch wir haben hier einen Surfkurs gemacht und uns hat es wirklich Spaß gemacht! Ich gebe zu, dass ich bei meiner letzt Surf-Erfahrung nicht so begeistert war und auch dieses Mal dem Surfen etwas skeptisch gegenüber stand. Aber unser Surflehrer war mega cool und hat uns viel geholfen, sodass wir volle zwei Stunden surfen konnten. Davon gibt es nur leider keine Fotos.
Generell hatten wir in Jeffreys Bay ein wenig Pech mit dem Wetter. Ich hatte eigentlich noch einen Ausritt am Strand in der Abendsonne geplant, doch statt Reiten und Sonne stand Hostel-Life und Regen auf dem Plan. Auch der zweite Tag sah nicht viel besser aus. Doch wir haben versucht das Beste daraus zu machen. In Jeffreys Bay gibt es einige Outlets – unter anderem Quicksilver, Rip Curl und Billabong. Wir waren also ein bisschen Shoppen und am Strand.

Addo Elephant Park

Eines der Highlights unserer Reise war der Addo Elephant Park. Wir haben eine Nacht im Parkt verbracht, sind die meiste Zeit selbst mit unserem Auto durch den Park gefahren, haben aber auch einen sog. Game Drive gemacht. Game Drives sind Touren mit einem Ranger. Wir nahmen an einem Sunset-Drive teil, doch auch hier hatten wir leider ein bisschen Pech mit dem Wetter. Da es regnete versteckten sich die Tiere und der Sonnenuntergang blieb leider aus. Schade, aber wir hatten keinen Grund unglücklich zu sein, denn als wir selbst mit dem Auto unterwegs waren hatten wir das sehr große Glück zwei von sieben Löwen zu sehen. Für mich ging wirklich ein Traum in Erfüllung! Der erste Löwe lag einfach auf dem Weg und schlief. Wir beobachteten ihn eine Weile und konnten dann sogar noch einen zweiten Löwen den Weg passieren sehen. Als wäre das noch nicht genug lief kurze Zeit später ein riesiger Elefant direkt auf uns zu. Für kurze Zeit war es sehr still im Auto. Doch zum Glück lief der Elefant nicht über und hinüber, sondern einfach an uns vorbei, haha.

Natürlich haben wir nicht nur einen Elefanten gesehen. Im Park leben 700 Elefanten. Die Wahrscheinlichkeit die Tiere zu sehen ist daher sehr hoch. Wir haben auf unserer „Sonnenuntergang-Tour“ viel über die Elefanten gelernt. Sie essen ca. 20 Stunden am Tag und sind zwei Jahre lang trächtig. Sie hassen Kälte, Regen und Wind und „verstecken“ sich – soweit man bei den riesigen Tieren von verstecken reden kann – bei Regen unter Bäumen und in Büschen. Löwen schlafen ungefähr 16 Stunden am Tag. Habt ihr das alles schon gewusst? Derzeit könnte ich von mir sagen, dass ich eine Mischung aus Elefant und Löwe bin, haha #coronavirus.

Des Weiteren haben wir viele Zebras gesehen, einige Antilopen, drei Hyänen, ein paar Warzenschweine, vier Straußen und wir glauben, dass wir auch Büffel gesehen haben. Diese waren aber so weit weg, dass auch hier wieder ein Fernglas uns mehr Klarheit verschafft hätte – beim nächsten Mal!

Nature´s Valley

Nature´s Valley war nur ein kurzer Zwischenstopp auf dem Weg nach Knysna. Es war hier unglaublich windig! Ich hatte Mühe gegen den Wind anzukommen, doch die Umgebung und der Strand waren dennoch sehr schön. Ich hätte die Aussicht gerne noch länger angesehen, doch der Wind machte es uns unmöglich. Wenn ihr mehr Zeit und vielleicht etwas mehr Glück mit dem Wetter habt, ist Nature´s Valley auf jeden Fall einen Zwischenstopp wert.

Knysna

Knysna – ebenfalls einer der schönsten Orte, die wir auf der Reise sehen durften. Ich kann euch nicht genau sagen wieso, aber die Stadt hat mich einfach bekommen. Nach unserer Ankunft beschlossen wir die Gegend mit einer kleinen Lauf-Einheit zu erkunden.

Wir suchten uns Leisure Island als Ziel aus. Leisure Island liegt etwa sechs Kilometer vom Zentrum entfernt und ist umgeben von der Knysna Lagoon. Von der Insel aus hat man einen wundervollen Blick auf die Knysna Heads – das ist vermutlich auch der Grund für die vielen Ferienhäuser hier, die alle super schön sind! Während unserer Jogging-Runde um die Insel kamen wir richtig ins Träumen. Leisure Island verfügt auch über einen kleinen Badestrand – man sollte sich jedoch vorher den Gezeitenplan ansehen, denn sonst muss man eine Weile laufen, bis man wirklich baden kann.

Hier sieht man die Lagune bei Ebbe!

Eine Fahrt zu dem Knysna East Head ist sehr empfehlenswert. Von oben hat man eine tolle Aussicht, denn zur Rechten wird man Leisure Island und Thesen Island sehen und zur Linken den Ozean.

Dies ist der Blick zur Rechten auf Leisure
Island, Thesen Island und die Knysna Lagoon.
Und dies ist der Blick zur Linken.

Wir sind dann noch nach Brenton gefahren (quasi auf den gegenüberliegenden Head). Brenton hat einen sehr großen Strand, den man über eine Treppe – entlang der Klippen – erreicht. An dem Tag war es dort sehr windig, sodass der Sand so stark durch die Luft geweht wurde, dass wir es lieber ließen hinunter zu gehen. Doch allein für die Aussicht die man von oben hat, lohnte sich der Weg dorthin!

Hier sieht man recht gut, wie stark der Wind war.
Auch die Wellen waren enorm hoch.
Normalerweise surfen hier auch viele Leute!

Wilderness

Wilderness war leider nur ein kurzer Stop. Im Nachhinein hätten wir hier gerne noch etwas mehr Zeit verbracht, doch die Zeit die wir hatten, haben wir sehr gut genutzt.

Wir haben uns bei Eden Adventures ein Kanu ausgeliehen und sind damit den Touwsriver entlang zum Half Collared Kingfisher Waterfall gepaddelt. Von der Anlegestelle aus musste man noch ca. 30-40 Minuten durch den Wald, entlang eines Baches, der dann zum Wasserfall führt, „wandern“. Das war aber sehr schön und am Wasserfall angekommen kann man baden gehen oder einfach nur ein ruhiges Päuschen auf einem Stein machen, bevor es dann mit dem Kanu wieder zurückgeht. Die Strecke ist nicht besonders anspruchsvoll, sodass man – auch wenn man noch nie Kanu gefahren ist – die Strecke locker schafft!

Je früher man da ist, desto weniger Menschen sind am Wasserfall. Wir starteten unsere Tour etwa um 11 Uhr und hatten den Wasserfall zu Beginn ganz für uns alleine!

Nach unserer Kanu Tour machten wir einen kleinen Abstecher in einem der coolsten Cafés das ich je gesehen habe! The Green Shed Coffee Roastery hat nicht nur unglaublich guten Kaffee und Kuchen, sondern auch noch einen kleinen süßen Shop und ist super schön eingerichtet. Alte Fahrräder und kaputte Autos wurden zu Blumenkästen umfunktioniert, im Garten hängen wunderschöne Laternen und Lichterketten und man sitzt völlig entspannt auf weichen Samt-Sofas. Solltet ihr mal in Wilderness sein, müsst ihr diesem Café unbedingt einen Besuch abstatten!
Leider, leider habe ich keine Bilder mehr von dem Café, aber ihr könnt euch das Café auch einfach auf Instagram oder Facebook anschauen.

Nach unserem tollen Kaffee-Erlebnis sind wir zur Map Of Afrika gefahren und Leute: das was ebenfalls eine der atemberaubendsten Aussichten, die wir auf unserer Reise hatten!

Mossel Bay

Von Wilderness ging es direkt weiter nach Mossel Bay. Wir verbrachten hier nur eine Nacht, weshalb ich für diesen Stop ehrlich gesagt nicht so viele Empfehlungen habe. Wir verbrachten den Abend am Wasser, sahen uns den Sonnenuntergang an und frühstückten am nächsten Tag in einem Frühstückscafé, welches ich euch sehr ans Herz legen kann.

Für ein leckeres Frühstück solltet ihr auf jeden Fall
bei Carola Ann´s vorbeischauen!

De Hoop Nature Reserve

Auf dem Weg nach Kap Agulhas durfte ein Stop beim De Hoop Nature Reserve nicht fehlen. Ich gebe zu, dass die Anfahrt ziemlich zäh ist, denn es geht lange Zeit nur auf Schotterpisten durch das Flachland, auf dem es nicht wirklich viel mehr als Staub, Schafe und vereinzelt Kühe gibt. Doch glaubt mir: der Weg lohnt sich!

Das De Hoop Nature Reserve ist bekannt für seine großen Sanddünen, das Aqua-Gebiet De Hoop Vlei und das tiefblaue Meer. Mit etwas Glück, kann man auch Wale sehen.
Es gibt auch hier wieder die Möglichkeit mehrere Tage wandern zu gehen. Leider haben wir das zu spät herausgefunden, sodass wir nur eine Mini-Wanderung zu den Sanddünen machten – doch auch diese war sehr schön! Es entstanden hier wirklich wunderschöne Bilder – das tiefe blau, der weiße Sand und das kräftige Grün der Wiesen!

Kap Agulhas

Wie bereits erwähnt, ging die Reise dann weiter zum Kap Agulhas und somit zum Southern Point of Afrika. Ich fand diesen Ort faszinierend. Hier trifft einfach der atlantische Ozean auf den pazifischen – nicht, dass man das wirklich sieht, aber allein die Tatsache fand ich faszinierend. Hier verlaufen die Grenzen der Ozeane. Markiert durch einen Stein, vor dem natürlich alle ein Foto machen. Und noch viel mehr hat mich der Fakt beeindruckt, dass wir uns hier wirklich am südlichsten Punkt Afrikas befanden. Wenn man von hier aus noch südlicher fahren möchte, muss man zum Südpol fahren!

Gansbaai

Gansbaai liegt zwischen Kap Agulhas und Hermaus und ist bekannt für das hohe Hai-Aufkommen. Es haben sich daher viele Anbieter für das Shark Cage Diving in dem kleinen Ort angesiedelt. Nach langem überlegen, haben wir uns dann letztendlich auch dazu entschieden, mit einem Boot von Sharklady Adventures hinauszufahren und uns in einen Käfig zu begeben, um Haien im Wasser näher zu kommen.
Uns wurde bereits vor der Anmeldung gesagt, dass die Chance Weiße Haie zu sehen bei 50% liegt. Die Diver wissen zwar wie man mit den Haien umzugehen hat, wo sie sich gerne aufhalten, wie man sie näher an das Boot bekommt und wie man sie verscheuchen kann, doch sie können nicht garantieren, dass man einen Hai sieht, denn man befindet sich in der Natur und nicht im Zoo. Man hat theoretisch vier Stunden Zeit auf dem Boot, um einen Hai zu sehen.
Wir hatten sehr sehr sehr viel Glück! Nach einem kleinen Frühstück und einem Briefing an Land, ging es 20 min hinaus auf das Wasser. Dann ankerten die Diver und begannen Fischöl anzurühren, um die Haie anzulocken. Warum Fischöl? Viele fahren am Tag hinaus auf das Meer, um den Gästen die Tiere vorzuführen. Wenn alle die Haie mit Fischen füttern, würden die Tiere enorm zunehmen. Das möchte man verhindern. Die Haie werden generell mit viel Respekt behandelt, sie werden nicht verfolgt oder festgehalten. Sie werden angelockt und wenn sie beschließen sich vom Boot zu entfernen, dann wird das akzeptiert. Es gibt Haie, die lange Zeit bei einem Boot verbringen und die Crew begeistern und es gibt Haie, die nur eine kurze Zeit verweilen und dann wieder wegschwimmen.
Wie ich bereits erwähnte, hatte wir unglaubliches Glück, dass wir bereits zehn Minuten nach dem Ankern den ersten Hai zu Gesicht bekamen. Es musste dann alles sehr schnell gehen. Die ersten vier Diver schlüpften in ihre Neoprenanzüge, setzten Taucherbrillen auf und stiegen in das zwölf Grad kalte Wasser. Der Kopf bleibt dabei an der Wasseroberfläche und nur wenn ein Hai am Käfig vorbei schwimmt, wird untergetaucht.
Die Diver, die nicht im Käfig sind, beobachten das Spektakel natürlich vom Boot aus, denn auch von oben sind die Haie beeindruckend!
Schließlich waren wir an der Reihe. Es wurde der nächste Hai entdeckt. Diesmal ein weiblicher Weißer Hai. Stolze 4,5m groß und er schien sehr interessiert an dem Boot. Wir gingen in den Käfig. Ein Crewmitglied stand immer an der Reling und warf einen Fischkopf in das Wasser, womit der Hai angelockt wurde. Der Mann warf diesen mit einer Schnur natürlich immer so nah wie möglich an den Käfig, sodass der Hai auf den Käfig zu schwimmen musste oder daran vorbei. Kurz bevor der Hai zuschnappte zog der Mann den Fischkopf wieder aus dem Wasser. Bei unserem zweiten Mal im Käfig, warf der Mann den Fischkopf ganz nah an mich und der Bronze-Hai kam bis auf wenige Zentimeter an mich heran! Mir stockte der Atem und das nicht wegen dem kalten Wasser! Ich konnte kaum glauben was da gerade passierte! Ich gab mir Mühe nicht aufzujubeln, denn das würde das Tier verscheuchen. Nach zehn Minuten sind wir dann aus dem Käfig wieder raus, denn es war zu kalt und auch andere sollten noch die Chance bekommen, dem Hai so nah zu kommen. Von oben beobachteten wir dann alles weiter. Ein anderer Hai stoß sich kurze Zeit später mit seiner kompletten Breitseite gegen das Boot. Auch das war ein atemberaubender Moment. Das ganze Boot schaukelte und es atmeten alle wieder auf, als er sich wieder vom Boot entfernte.
Insgesamt hatten wir innerhalb von 1,5 Stunden vier Weiße Haie gesehen und drei Bronze Haie. Ein sehr erfolgreicher Tag – wie auch unser Guide nach der Tour sagte. Lange Zeit wurden keine Haie mehr gesichtet. Zugegebenermaßen ist März auch nicht die optimale Zeit zum Cage Diving. Doch umso glücklicher waren wir über das was wir zu Gesicht bekamen!

Es war wirklich super kalt! Wie man auch an
unseren Gesichtsausdrücken sehen kann, haha.
Hier seht ihr einen der Weißen Haie
Man erkennt die Weißen Haie übrigens an dem schwarzen Punkt auf der Nase. Das ist ihr „Sensor“, denn Weiße Haie haben noch einen sechsten Sinn: sie spüren magnetische Schwingungen!

Hermanus

Von Gansbaai aus ging es dann weiter nach Hermanus. Eine sehr schöne Stadt mit einigen Aussichtspunkten, von denen aus man Wale beobachten kann. Wir hätten gerne noch eine Wanderung gemacht, doch das Wetter lies dies leider nicht zu. Zum Glück waren wir waren noch so begeistert von den Ereignissen des Vormittags, sodass es nicht so schlimm war. Wir gingen daher am Abend noch Essen und machten uns am nächsten Tag nach dem Frühstück auf den Weg nach Stellenbosch.

Stellenbosch

In Stellenbosch erwartete uns die „beste“ Unterkunft. Wir hatten auf unserer Reise eigentlich ausschließlich Airbnb´s gebucht, doch zum Abschluss unserer Reise, gönnten wir uns eine Nacht auf einem Weingut, mit herrlichem Ausblick auf die Berge, mit Pool und Frühstücksbuffet.

Wir verbrachten die letzte Nach in der De Zalze Lodge.

Wir kamen gegen Mittag an und spazierten zunächst durch das Zentrum von Stellenbosch. Hier gab es viele Restaurants, Cafés und kleine Shops mit regionalen Produkten. Wir aßen hier zu Mittag und gönnten uns ein Eis. Dann ging es zum Weingut und zum Pool. Hier konnten wir uns richtig gut entspannen! Abends haben wir dann noch auf dem Weingut gegessen und natürlich den Wein probiert. Wer Wein mag, sollte sich ein Wein-Tasting nicht entgehen lassen!

Der nächste Tag war dann wirklich unser allerletzter Tag in Südafrika. Wir begannen ihn mit einem Lauf durch das Weingebiet, nutzen nochmal die Zeit am Pool, um uns auf die Situation in Deutschland vorzubereiten, checkten aus und fuhren mit gemischten Gefühlen zurück zum Flughafen.

Wir haben wirklich viel erlebt auf unserer Reise. Wir hatten so viel Glück und so viele schöne Momente, für die ich sehr dankbar bin. Und auch dass die Reise überhaupt stattfinden konnte, ist aufgrund der aktuellen Corona-Situation nicht selbstverständlich! Ich hoffe für alle die, die ihre Reise nicht antreten konnten oder sie abbrechen mussten, dass ihr ganz bald erneut die Möglichkeit habt, genauso wie wir, eine tolle Zeit in Südafrika verbringen zu können!

Alles Liebe, eure Anna!

2 Gedanken zu „Südafrika – Garden Route

  1. Oh Anna, es ist soo schön das alles durchzulesen. Da werd ich wieder richtig traurig, dass wir das leider knicken mussten. Aber das okay, dafür steigt dann die Vorfreude umso mehr, wenn wir das dann alles nachholen können!!

    1. Sei nicht traurig, es war sicher richtig nachhause zu fliegen und ihr werdet bestimmt nochmal nach Südafrika kommen! Ihr hattet ja auch bereits eine schöne Zeit im Praktikum und konntet ein paar Ausflüge machen 🙂 Betrachtet diese als Sneak-Peak bevor es dann auf die große Reise geht 😉 Ich freue mich dann von euch zu hören und bin gespannt was ihr zu berichten habt 🙂
      Liebe Grüße und alles Gute!
      Anna 🙂

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