Alternativen zu Weizen

Hallo ihr Lieben,

in meinem heutigen Beitrag soll es um Alternativen für Weizen gehen. Ich werde euch erklären, wieso ich Weizen und Produkte daraus vermeide, was ich stattdessen kaufen und werden euch Tipps geben, wie auch ihr dem Weizen aus dem Weg gehen könnt.

Warum ist Weizen überhaupt schlecht?

Das Getreide und die Produkte, die daraus gewonnen werden gehören zu der Gruppe der Kohlenhydrate. Produkte wie Brötchen, Brot, Nudeln oder Kuchen sind aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Warum sollten wir auch? Darum wird es nun gehen. Weizenprodukte sind günstig und in Deutschland überall erhältlich. Doch jede Medaille hat auch eine Kehrseite und auf diese möchte ich euch nun aufmerksam machen.

Das Weizen schlecht ist, habe ich das erste Mal von meiner Ernährungsberaterin gehört. Sie machte mich darauf aufmerksam, dass das Getreide schon längst nicht mehr das ist, was es von 10.000 Jahren einmal war. Vor langer langer Zeit begann man mit dem systematischen Anbau von Weizen. Er wurde jedoch immer wieder modifiziert, um ihn noch resistenter gegen Schädlinge zu machen, seinen Geschmack zu intensivieren und ihn vor allem günstiger und in größeren Mengen verkaufen zu können. Durch die vielen genetischen Veränderungen hat sich die Glutenstruktur des Weizens enorm verändert. Der Körper kann das Gluten des Getreides nicht mehr ausreichend verarbeiten, sodass Sodbrennen, Blähungen, Durchfall, Verstopfungen, Arthrose, Gicht, Rheuma und – ich kann so noch weiter machen – entstehen können. Auch Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind keine seltenen Begleiterscheinungen.

Alternativen

Dinkel
Dinkel ist eine Getreidesorte, die bei Nahrungsmittelallergien häufig verträglicher ist. Er enthält Kieselsäure und wirkt sich dadurch positiv auf Haut, Haare und Nägel aus. Mittlerweile werden viele Getreideprodukte aus Dinkel hergestellt, wie z.B. Nudeln, Brot, Cous-Cous, Mehl, Vollkornmehl, Gries usw. Dinkel hat zwar einen leicht nussigen Geschmack, an den man sich aber schnell gewöhnt. Sogar in den „einfachen“ Supermärkten wie Aldi oder Lidl findet man immer mehr Dinkel-Produkte. Dinkel-Cous-Cous, Dinkel-Gries oder andere „besondere“ Getreideprodukte findet ihr dann eher im Biomarkt.

Nudeln aus Hülsenfrüchten
Eine sehr leckere Alternative zu Weizennudeln sind Nudeln aus Hülsenfrüchten, also z.B. aus Kichererbsen, Linsen oder Erbsen. Ich habe alle drei bereits ausprobiert und je nachdem welche Zutaten ihr noch dazu gebt, passen die Hülsenfrüchte unterschiedlich gut dazu. Kichererbsennudeln passen meiner Meinung nach sehr gut zu Bolognese-Soßen oder aber auch Käse. Erbsennudeln harmonieren sehr gut mit Spinat und Gorgonzola und Linsennudeln eignen sich bei Pesto-Gerichten und Gemüse. Probiert euch da aber einfach mal durch. Die Zubereitung erfolgt genauso wie bei Weizennudeln und optisch gibt es eigentlich keinen großen Unterschied. Auch nicht bei der Konsistenz.

Mehlsorten aus Nüssen/Samen
Wer mal etwas ganz anderes ausprobieren möchte und noch ein bisschen mehr „Pepp“ in Gerichte zaubern möchte, der kann mal Nussmehl wie z.B. Kokosnussmehl oder Hanfmehl probieren. Kokosnussmehl habe ich jetzt schon öfters mal zum Backen verwendet oder aber auch für Pancakes. Aus Hanfmehl kann man auch super Brot backen – und keine Angst, von THC ist darin keine Spur.

Quinoa
Quinoa gehört zu den Pseudogetreidesortren und ist eigentlich eine Samenart. Er besteht daher nicht aus Gluten und ist viel bekömmlicher als Getreide. Zudem enthält er alle essentiellen Aminosäuren die der Körper benötigt und nur durch Nahrung aufnehmen kann. Quinoa gibt es in den verschiedensten Formen: ungekocht in weiß und bunt oder aber auch gepufft. Man kann mit ihm wunderbare Fitness-Bowls kochen, ihn aber auch als Topping für das Frühstück verwenden.

Buchweizen
Buchweizen hat mit dem normalen Weizen überhaupt nichts zu tun, denn Buchweizen gehört ebenfalls zu den Pseudogetreidesorten und enthält somit auch kein Gluten. Er kommt ursprünglich aus Russland, hat sich in den letzten Jahren aber auch immer mehr in Deutschland etabliert. Buchweizen enthält zehn Gramm Eiweiß in 100 Gramm und ist daher für Vegetarier oder Veganer eine gute Eiweißquelle. Er kann außerdem Diabetes vorbeugen und beeinflusst unseren Blutzuckerwert positiv.
Ich konnte lange nichts mit Buchweizen anfangen, doch mittlerweile habe ich ein paar leckere Rezepte gefunden, die ihn beinhalten.
Hier eine Rezeptidee:

Buchweizen-Milchreis mit Bratapfel

Ihr benötigt für eine Portion:

  • 50g ungekochten Buchweizen
  • 100ml cremige Kokosmilch (asiatische Kokosmilch)
  • 100ml Wasser
  • 50g gehackte Nüsse z.B. Haselnüsse
  • 1 Apfel
  • 1 Tl Agavendicksaft
  • 1 Tl Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 1 Tl Kokosöl

Zubereitung:

  1. Der Buchweizen kommt mit der Kokosmilch, dem Wasser, den Nüssen und den Gewürzen in einen Topf. Nachdem er einmal aufgekocht ist, lasst ihr ihn bei niedriger Temperatur etwa 20 min köcheln, rührt dabei aber regelmäßig um.
  2. Während der Buchweizen kocht, könnt ihr den Bratapfel vorbereiten. Ich empfehle euch den Apfel etwa zehn Minuten vor Ablauf der Kochzeit in die Pfanne zu tun, damit Buchweizen und Bratapfel gleichzeitig fertig sind.
    Ihr schneidet euren Apfel in etwa 1cm große Stücke und erhitzt eure Pfanne mit einem Tl Kokosöl. Dann gebt ihr den Apfel in die Pfanne und gebt noch ein wenig Zimt darüber. Damit der Zimt sich schön verteilt und die Äpfel weich werden, gebt ihr noch etwas Wasser in die Pfanne und schwenkt das Obst darin bis es goldbraun ist.
  3. Nun müsste auch euer Buchweizen-Milchreis fertig sein und ihr könnt alles in einer schönen Bowl anrichten. Ein paar Nüsse könnt ihr noch als Topping verwenden und dann lasst es euch gut schmecken!

Hafer
Hafer verfügt über sehr viele Ballaststoffe, die euch für längere Zeit satt machen. Er ist leicht bekömmlich und verhindert, dass Blutzucker- und Cholesterinspiegel ansteigen. Die sogenannten Oats sind perfekte Kohlenhydrate für den Morgen. Sie liegen nicht schwer im Magen, versorgen aber dennoch den Körper mit wichtigen Nährstoffen. Hafer gibt es zudem in vielen verschiedenen Varianten: zarte Haferflocken, grobe Haferflocken (die sich sehr gut für Granola eignen), Haferkleie (die man als Soßenbinder verwenden kann) oder aber auch in Knäckebroten. Ich liebe das Knäckebrot mit Roggen und Hafer vom DM. Das Knäckebrot ist richtig schön fluffig und enthält keinen Weizen! Das findet man generell eher selten. Aber dazu komme ich bei meinen Tipps nochmal.

Grünkern
Eine weitere Alternative zum Weizen ist noch der Grünkern. Er ist das Korn des Dinkels, welches halbreif geerntet wird. Er wird nach der Ernte geröstet und getrocknet, bevor er zum Kochen und Backen eingesetzt werden kann. Ich verwende ihn häufig als Beilage, also quasi wie Reis. Das ist einfach mal was anderes. Der Grünkern enthält viel hochwertiges Eiweiß und Mineralien – ist somit also super gesund!

Tipps

Beim Einkaufen werden wir ziemlich häufig von der Lebensmittelindustrie getäuscht. Es steht dick und fett „Dinkelbrot“ auf der Verpackung, es kostet einige Euros mehr und enthalten sind 30% Dinkel, 60&% Weizen und 10% Körner. Das kann man eigentlich nicht „Dinkelbrot“ nennen. Dreht die Packung daher am besten einmal kurz um und schaut auf die Inhaltsangabe, bevor ihr das Brot in den Warenkorb legt.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, dass es sich zu 100% um Dinkel im Brot handelt, der kann sein Brot auch einfach selber backen! Hier kommt ihr zu einem Dinkelbrot-Rezpet von mir. Es muss natürlich nicht immer nur Dinkel sein. Ihr könnt euch genauso gut auch Roggenbrote backen oder wenn es ganz fanzy sein soll auch mal ein Hanf- oder Bananenbrot! Auch ein Bananenbrot-Rezept existiert bereits auf meinem Blog. Hier kommt ihr zu diesem.

Man mag von Biomärkten halten was man möchte, aber bei Getreide kann man in der Regel recht sicher sein, dass das was drauf steht auch drin ist.
Biomärkte haben häufig eine viel größere Auswahl an Getreidesorten und Getreideprodukten, als die herkömmlichen Supermärkte. Wer Lust hat, durchforstet einfach mal den nächsten Biomarkt und lässt sich inspirieren.

Ich habe vermutlich bei Weitem nicht alle Alternative aufgeführt. Man muss sie ja auch nicht alle einbeziehen. Dem einen schmeckt der Buchweizen nicht, anderen schmeckt der Grünkern nicht. Ich denke jeder findet mit der Zeit raus, welche Alternativen für ihn geeignet sind. Ich möchte euch ja nur eine Idee geben, was es für Alternativen gibt.

Ich bin nun am Ende des Beitrags angelangt und hoffe sehr, ihr konnte etwas mitnehmen. Ich freue mich auf euer Feedback!

Bis zum nachten Mal,

eure Anna : )

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