Unverpackt – das steckt hinter meinen Beiträgen

Hallo ihr Lieben,

auf meinem Blog habe ich schon unzählige Lebensmittel in die Kamera gehalten, aber nur selten habe ich über Verpackungen gesprochen. Das möchte ich nun ändern! Mir ist es seit einigen Jahren immer wichtiger geworden darauf zu achten was ich kaufe und wie es verpackt ist.
Bereits meine Eltern haben mir beigebracht so wenig wie möglich Plastik zu kaufen und ordentlich den Müll zu trennen.
Mittlerweile lebe ich mit meinem Freund zusammen, habe also einen eigenen Haushalt und habe erste eigene Erfahrungen mit der Haushaltsplanung gemacht. Auf Plastik zu verzichten ist nicht immer ganz einfach und Plastik „versteckt“ sich auch sehr häufig.
Ich denke man kann nie perfekt sein und es ist quasi unmöglich auf Plastik komplett zu verzichten, doch es gibt viele Kleinigkeiten, auf die man gut verzichten kann bzw. für die es sehr gute Alternativen gibt.
Im Folgenden möchte ich euch nun ein paar dieser Alternativen zeigen.

Obst- und Gemüsenetze

Es gibt sie mittlerweile fast überall in den verschiedensten Größen, Materialen und Preisklassen. Ich habe mich schon vor einigen Jahr für die Netze aus Polyester entschieden, da man sie zuschnüren kann. Sie haben pro Stück zwei Euro gekostet und ich habe zwei Stück. Die sind vollkommen ausreichend. Ich verwende sie meistens für Tomaten, Aprikosen, Kiwis oder kleine lose Kartoffeln – also für alles, was lose, klein und nervig zu Tragen ist. Karotten, Äpfel, Bananen, größere Kartoffeln oder Salat würden hineinpassen, doch diese Lebensmittel haben alle eine Schale, die ich entferne oder wasche, sodass ich für diese i.d.R. kein Netz benötige. Ich kaufe auch nie so große Mengen ein, dass ich größere Netze bräuchte.
In Biomärkten bekommt ihr allerdings auch größere Netzte aus Jute oder anderen Stoffen, in die mehr hineinpasst. Diese sind jedoch auch deutlich teurer. Für größere Familien würden sie sich aber sicherlich rentieren.
Zum Einkaufen anderer Produkte nehme ich immer von Zuhause Beutel mit. Fast alle meine Beutel sind aus Stoff und von DM, denn dort gibt es sie in verschiedenen Farben und in einer Größe, die in jede Tasche passt. Und noch einen weiteren Vorteil haben diese Einkaufstaschen: man kann sie nämlich zurückgeben, wenn sie dreckig sind, wenn man sie gegen eine andere Farbe eintauschen möchte oder man zu viele von ihnen hat. Es sind quasi Pfand-Taschen. Sie werden zudem von freiwilligen Frauen in Deutschland aus nachhaltigen Materialen produziert. Alles in allem also eine tolle Sache!

Lebensmittel aus dem Glas

Ich habe inzwischen schon richtige Muckis in den Armen vom Schleppen der Gläser, aber das ist es mir wert, haha. Im Biomarkt bekommt man wirklich fast alles im Glas: Kichererbsen, Rote Beete, passierte Tomaten, Magerquark, Joghurt, Sahne, Milch, Säfte und sogar Tomatenmark. Ich könnte noch einiges mehr aufzählen, aber das sind die Produkte, die ich regelmäßig im Glas kaufe.

Lebensmittel in das Glas abfüllen

Was ich nicht im Biomarkt im Glas bekomme und was sonst auch immer nur in Plastik verpackt ist, kaufe ich vorrätig im Unverpacktladen Zero Hero Nürnberg ein. Das funktioniert so, dass ich in meine leeren Gläsern die Lebensmittel aus den Behältern im Laden abfülle und das ganz ohne Plastik zu verwenden. Ich finde es immer wieder ein schönes Erlebnis die Wand der Lebensmittel entlangzulaufen, mir mein eigenes Müsli zusammenzustellen und Neues auszuprobieren.

Lebensmittel in Papier

Tiefgekühlte Lebensmittel kaufe ich nur mit Pappverpackung. Spinat, Beeren, Brokkoli, Bohnen, Erbsen, Fisch und andere Tiefkühlwaren gibt es immer auch in Papier.
Der Unverpacktladen ist nicht gerade günstiger, weshalb ich wirklich nur die Dinge kaufe, die es wirklich nie in Papier oder Glas gibt.
Was ich daher nicht dort kaufe ist z.B. Mehl, Nudeln, Reis und Haferflocken.
Diese Produkte gibt es in großen Supermärkten oder in der Drogerie bereits in Papier. Ich fülle sie dann nur zuhause in ein Glas um, da das Papier manchmal reißt oder schwer zu verschließen ist. Außerdem finde ich es im Glas viel schöner. Meine Gläser stehen übrigens alle auf einem offenen Regal, sodass ich auch immer auf einem Blick sehen, was ich alles da habe.
Die Aufbewahrungsgläser mit dem silbernen Deckel sind alle von Mömax. Die restlichen Gläser haben sie über die Zeit so angesammelt. Tkmaxx hat auch eine sehr schöne Auswahl an Aufbewahrungsgläsern, die so einem Aufbewahrungsregal einen ganz individuellen Touch geben können.

Lebensmittel in Pseudoplastik oder recyceltem Plastik

Eine „ganz okaye“ Variante sind für mich Lebensmittel aus Pseudoplastik oder recyceltem Plastik. Schließlich wurde bisher sehr viel Plastik produziert und weggeschmissen und mit dem Plasikmüll muss auch etwas passieren – warum also nicht wiederverwenden?!
DM beispielsweise verkauft Agavendicksaft, Reissirup und andere Süßungsmittel aus diesem Material. Aber auch andere Produkte wie Geschirrspülmittel, Waschmittel oder Shampoo-Flaschen findet ihr in recyceltem Plastik verpackt. Im Biomarkt gibt es Agavendicksaft auch aus dem Glas, das finde ich jedoch sehr umständlich und unglaublich teuer.

Plastikfrei im Restaurant

Immer mehr Restaurants bieten mittlerweile To-Go-Gerichte in Bambusschalen, Pseudoplastik oder recyceltem Plastik an. Das finde ich einen großartigen Schritt! Zwar ist es meiner Meinung nach besser, wenn man überhaupt keinen Müll produziert oder z.B. Papiertüten mitgibt, die man vielleicht nochmal verwenden kann, aber es ist ein erster Schritt.
Was ich neuerdings immer wieder gemacht habe ist, dass ich Aufbewahrungsdosen mitgenommen habe, wenn ich wusste dass ich das Essen zuhause esse. Beispielsweise zum Bäcker unter uns habe ich eine Dose mitgenommen, sodass mein Kuchen nicht in Papier und Plastik eingewickelt werden musste. Die Verkäuferin hat sich über die Material-Einsparung gefreut und ich mich über einen plastikfreien Kuchen und weniger Müll in meiner Tonne!

Was mache ich mit Altglas und dem anderen Müll?

Auf Quark- und Joghurtgläser gibt es immer 15 Cent Pfand. Die Gläser könnt ihr also bei der nächsten Pfandabgabestelle zurückgeben oder ihr seid kreativ und bastelt etwas daraus, verwendet die Gläser als Vasen, als Aufbewahrungsgefäß für Bastelkram, Schrauben oder andere Dinge die sonst so lose rumfliegen oder nutzt sie als Geschenkverpackung.
Das Gleiche gilt für alle anderen Gläser. Ich wasche sie immer alle einmal aus und behalte sie dann für meinen nächsten Zero-Hero-Einkauf oder gebe sie meiner Mama oder Oma, die die Gläser dann wiederum mit frischer Marmelade befüllen. Die wenigen Gläser, mit denen ich nichts anfangen kann, bringe ich dann zum Altglascontainer.

Vielen Dank!

Das war es nun erstmal an dieser Stelle von meiner Seite. Wenn ihr noch Tipps und Ideen habt, wie man auf Plastik noch mehr verzichten kann, dann schreibt diese gerne in die Kommentare, damit auch andere davon profitieren können und wir gemeinsam alle ein kleinen kleinen Beitrag zum Schutz unserer Umwelt beitragen können.

Bis zum nächsten Mal,

eure Anna : )

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