Wenn kein Weizen – was dann?

Hallo ihr Lieben,

in meinem Blogpost zu meiner Ernährungsumstellung habe ich ja bereits schon erwähnt, dass ein wichtiger Punkt meiner Umstellung der Weizen war. Uns ist teilweise gar nicht bewusst, in wie viel Lebensmitteln Weizen steckt. Ich habe mich nun eine ganze Weile mit dem umstrittenen Getreide beschäftigt und möchte euch nun auf ein paar Alternativen hinweisen : )

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Die  wohl verbreitetste Alternative zum Weizen ist Dinkel. Es gibt Dinkel in allen möglichen Formen: als Mehl, Müsli, Nudeln, Brot, Cous Cous, Reiswaffeln, Hartkorn und sogar einige Fertigprodukte wie z.B. Pizzateig gibt es in Dinkel-Variante.

Weizen kann man einfach anbauen und es ist somit sehr günstig. Dadurch, dass es jedoch so vielseitig einsetzbar ist, wurde das Getreide über viele Jahre hinweg praktisch „überzüchtet“. Der Körper kann die kurzkettigen Kohlenhydrate nicht gut verstoffwechseln und so kommt es, dass sich Weizen-Produkte schneller ansetzten, als andere Getreidesorten.

Das Vollkorn-Produkte besser sein sollen als die herkömmliche Variante, ist leider auch nur ein Irrtum. Vollkorn einfach nur bedeutet, dass das gesamte Getreide-Korn verwendet wurde, also samt Kern-Hülle und nicht nur das Innere des Getreides.

Dinkel, Roggen oder Hafer sind hingegen langkettige Kohlenhydrate, weshalb man versuchen sollte eher zu ihnen zu greifen. Mit Dinkel lässt sich meiner Meinung nach alles genauso gut zubereiten, wie mit Weizen. Auch geschmacklich habe ich keinen großen Unterschied festgestellt.  Preislich gibt es minimale Unterschiede. Dinkel ist im Anbau etwas aufwendiger, daher liegt er preislich auch etwas höher, aber meiner Meinung nach ist der etwas höhere Preis durchaus verkraftbar.

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Viele behaupten, die „neuen“ Getreidesorten seien nur ein Trend und die Meinungen zum Weizen sind verschieden. Besonders ältere Leute tun sich schwer vom „traditionellen“ Getreide wegzukommen, da sie es schon ihr Leben lang verwenden.

Selbst wenn es nur ein Trend sein sollte – was ist daran so schlimm, mal etwas anderes auszuprobieren? Ich bin durch die Ernährungsumstellung auf einige andere Lebensmittel gestoßen, an die ich mich sonst nie gewagt hätte. Quinoa und Grünkern zum Beispiel.

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Dunkles und helles Quinoa machen geschmacklich meiner Meinung nach keinen Unterschied. Rotes Quinoa sieht nur irgendwie etwas „exotischer“ aus. Ich entscheide immer danach, was optisch am besten zu den restlichen Zutaten meines Gerichts passt : ) Hat noch jemand so einen Tick?
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Falls ihr auch mal Quinoa ausprobieren möchtet, erschreckt euch nicht über den Preis. Das helle Quinoa habe ich für um die fünf Euro vom DM und das dunkle ebenfalls für den ungefähr gleichen Preis vom REWE.

Quinoa, egal ob hell oder dunkel, ist kein Getreide. Quinoa kommt aus Südafrika und ist  sehr eiweißhaltig. Es ist glutenfrei und daher sehr gut für Leute mit einer Getreideunverträglichkeit. Die Zubereitung ist ähnlich wie die beim Reis. Man gibt das harte Quinoa in kochendes Wasser, lässt es etwas 15 Minuten köcheln, nimmt es dann vom Herd und lässt es etwa weitere zehn Minuten quellen. Es ist eine gute Beilage zu Fleisch oder Gemüse. Ich würze es gerne, indem ich in das kochende Wasser Gemüsebrühe hinzugebe und später nochmal mit Paprikapulver, Oregano und natürlich Salz und Pfeffer.

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Auch Grünkern ist etwas, was ich komplett neu entdeckt habe. Es ist nicht mein persönlicher Favorit, doch mit  Feta, Tomate und Petersilie lassen sich sehr leckere Salate kreieren, denn Grünkern schmeckt sowohl warm als auch kalt.

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Dinkel-Nudeln – okay, anders. Aber Linsen-Nudeln fand ich sehr interessant und mussten daher gleich mal mit! Geschmacklich tatsächlich mal etwas ganz anderes. Die Konsistenz ebenfalls ungewöhnlich, aber definitiv ein Versuch wert! : )

Das Lieblingsessen vieler Leute: Nudeln mit Tomatensoße. Es geht einfach schnell. Man nehme eine Packung Weizennudeln, eine bereits zubereitete Bolognese-Soße und fertig ist das Mittag- oder Abendessen. Dass das eines der ungesündesten Essen ist, muss ich euch an dieser Stelle glaube ich nicht sagen : ) Schaut euch einfach mal im Bio-Laden, Rossmann, DM oder sogar schon in normalen Supermärkten um! Es gibt Nudeln mittlerweile aus so vielen Varianten: mit Linsen, aus roter Beete (das habe ich auf der grünen Woche gesehen) und natürlich aus Dinkel, somit müsst ihr nicht auf euer Lieblingsessen verzichten, sondern könnt zu gesunden Alternativen greifen. Auch hier fallt bitte nicht wieder auf den Irrtum des Vollkorns rein! Auch Soßen könnt ihr super einfach selber machen! Wenn ihr möchtet kann ich einen Blogpost  zu meinen liebsten Soßen machen : )

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Ich habe als Kind früher wahnsinnig gerne „Smacks“ gegessen. Ich habe mich daher mega gefreut, als ich die sie in Dinkel-Version im Supermarkt entdeckt habe! Kennt ihr die auch? probiert sie unbedingt mal aus, sie schmecken genauso wie die Dinger von früher! : )

Eine weitere Weizen-Falle ist das Müsli. Die meisten Müsli-Variationen von Vitales, Nestle und Co. enthalten allesamt nur Weizen und Zucker. Doch das muss nicht sein. Haferflocken sind mit das leichteste Getreide, das ihr finden könnt. Haferflocken gibt es auch in mehreren Varianten, also zart, grob und auch mit Dinkel. Ich persönlich finde die zarten am besten. Ich verwende diese auch immer für meinen Porridge. Wenn ihr Haferflocken aber nicht mögt, weil ihr in eurer Kindheit damit vollgestopft wurdet oder sie euch zu sehr an das Kranksein erinnern, bekommt ihr aber auch Müsli-Mischungen mit oder ohne getrocknete Früchte fast überall in Dinkel-Form.

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Reis besteht nicht aus Weizen und ist prinzipiell sehr gesund, dennoch wollte ich euch auf ein paar Facts und  Alternativen hinweisen. Er ist eines der sieben wichtigsten Getreidesorten und man kann kaum etwas gegen ihn sagen, doch einige Dinge sollte man beachten, gerade wenn man ins Fitnessstudio geht und regelmäßig Reis mit Pute isst : ) Man sollte auf die Herkunft der Sorte achten. Manchmal ist günstigste Sorte nicht die beste. Oftmals wir der Reis mit Pestiziden vor Schädlingen geschützt, doch diese sind nicht gut für unseren Körper. Um dem Reis seine Stärke zu entnehmen, solltet ihr ihn vor dem Kochen in einer Schüssel mit lauwarmen Wasser gut waschen. Das Wasser sollte sich dabei milchig färben. Nach ein bis zwei „Waschgängen“ sollte das Gröbste dann weg sein.

Ob ihr Wild- Vollkorn-  oder Basmati-Reis verwendet ist euch überlassen. Nehmt das was euch am besten schmeckt. Vollkorn-Reis ist mir persönlich zu trocken. Basmati- und Klebe-Reis passen eigentlich zu allem und ich verwende diese am häufigsten. Vor einiger Zeit habe ich sogar Dinkel-Reis entdeckt. Den mag ich  auch sehr gerne. Er wird  wie die anderen zubereitet, hat aber eine andere Konsistenz, die ich persönlich irgendwie lustig finde : )

Ihr seht, es gibt theoretisch so viele Alternativen zu Weizen. Ich (und mittlerweile auch meine Mutter) verwende nun hauptsächlich Dinkel, aber auch Roggen, Amaranth oder Hafer sind sehr gute Alternativen. Jedoch habe ich noch nicht so viele Produkte mit diesen Getreidesorten entdeckt. Lediglich Knäckebrot kaufe ich in der Roggen-Version. Doch besonders bei Brot solltet ihr auf die Inhaltsstoffe achten! Hier trickst die Lebensmittelindustie! Es steht zwar Dinkel- oder Roggen- Brot drauf, aber dennoch ist oft ein gewisser Anteil an Weizen enthalten.

Schaut euch einfach mal in euren Supermärkten oder Drogeriemärkten um und vielleicht entdeckt ihr dabei Alternativen, mit denen ihr euch anfreunden könnt.

Schreibt mir gerne in die Kommentare, falls ihr noch ein paar Ideen für mich habt oder noch andere interessante Alternativen für Weizen kennt.

Bis zum nächsten Mal,

eure Anna : )

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